Der Häuptling und der Schamane

 
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Titel: Der Häuptling und der Schamane

Verfasst am: Sa 25 Jul, 2009 14:49
   

TobiR
blutiger Anfänger

Anmeldedatum: 23.07.2009
Beiträge: 49
Wenn man schon einen Kurzgeschichten-Thread findet und schreibt drücke ich euch doch gleich mal eine von mir auf's Auge Wink
Wünsche euch viel spaß beim lesen und wäre sehr an eurer Meinung und eventueller Kritik interessiert.


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In Träumen findet man Wahrheiten über Sachverhalte, die man sich im Wachzustand nicht eingestehen will, nicht aber "wahre Wirklichkeit".
- Alexander Kaschte -


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Titel:

Verfasst am: Sa 25 Jul, 2009 14:52
   

TobiR
blutiger Anfänger

Anmeldedatum: 23.07.2009
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Der Häuptling und der Schamane

Es geschah vor vielen tausend Jahren, dass der Häuptling eines großen Stammes, tief in Gedanken versunken, vor dem Lagerfeuer in der Mitte ihres Lagers saß und stetig in die Lodernden Flammen stierte.
Schon seit Anbeginn der Zeit führten die Unterschiedlichen Stämme der Ebene, auf der auch sein Stamm lebte, Kriege miteinander u die Vorherrschaft über alles. Doch jetzt begannen seine Leute sich sogar untereinander zu bekämpfen. Ihre Nerven waren angespannt von den, sich ewig hinziehenden, Kämpfen gegen die anderen Stämme. Sie waren durchgehend gereizt und dies entlud sich nun indem sie sich untereinander stritten.
Freunde stritten mit Freunden, Familien wurden durch Streitigkeiten geteilt. Sein Stamm drohte zu zerfallen. Drohte sich im nichts auf zu lösen. Drohte zu zerfallen.

Schon seit Stunden saß der Häuptling allein am Lagerfeuer und suchte nach einer Lösung, einem Weg aus dieser Situation. Wie sollte er es schaffen sie wieder zu vereinen? Nicht nur sie sondern alle die auf dieser Ebene lebten die sie ihre Heimat nannten und um die sie solch erbitterte Kämpfe aus trugen. Er musste etwas finden das sie alle vereinte. Vielleicht nicht komplett, aber zumindest im Geiste. Der Häuptling musste etwas finden das ihnen neuen Mut gab und diese ewigen Streitigkeiten beendete. Er musste etwas finden das alle dazu brachte fortan friedlich miteinander zu leben. Auch musste es etwas sein, das lange anhielt und nicht bei seinen Kindern oder deren Nachkommen schon wieder in Vergessenheit geriet. Etwas das ewig anhielt und niemals verging.

Als der Häuptling immer tiefer in seine Gedanken abtauchte merkte er plötzlich wie sich ihm jemand näherte. Eine hoch aufgewachsene Gestalt in einem alten Mantel trat zu ihm ans Feuer und setzte sich neben ihn. Der Schamane bot ihm seine Gesellschaft an und dankend nahm sie der Stammesführer an. Er wusste dass der Schamane ebenso verzweifelt wie er einen Weg aus all dem suchte. Einen Weg der ihnen den Frieden bringen konnte.

Lange saßen sie dort und äußerten beide ihre Erkenntnisse.
Es würde schwierig werden alle wieder miteinander zu vereinen. Seien es nun die Stämme oder deren Angehörige. Zu lange lebten die Stämme nun schon im Streit miteinander. Sie zu vereinen würde schwierig werden. Die einzelnen Mitglieder zu vereinen wäre einfacher. Sie stritten noch nicht so lange miteinander. Sie erinnerten sich noch wie es vorher war.
Wir brauchen etwas das ihnen allen Mut gibt, brachte der Häuptling an, etwas das ihnen allen ein Gemeinsames Ziel gibt das es zu verfolgen gilt.
Wir brauchen etwas an das alle, gleich zu welchem Stamm sie gehören, glauben können, gab der Schamane zu bedenken. Wenn alle an das gleiche glauben, wird es ihnen auch allen Mut und ein gemeinsames Ziel geben.
Der Glaube an diese gemeinsame Sache wird das Ziel sein, antwortete der Häuptling, und diese gemeinsame Sache wird ihnen den Mut geben, den sie brauchen um weiter zu machen und in Frieden zu leben.
Bis zum Morgengrauen saßen die beiden noch beieinander und entwickelten diese Gemeinsame Sache von der sie immer wieder sprachen.

Es muss jemanden geben der ganz oben steht. Jemand den man nicht sieht, aber von dem jeder überzeugt zu sein scheint dass es ihn gibt. Jemand, der alles Weiß, alles sieht und über alles entscheidet.
Sie wollen ihn Gott nennen.

Er muss im Verborgenen über die Menschen gebieten und ihnen große Regeln aufgeben an die sich alle halten sollen und können.
Sie wollen es Gebote nennen.

Es muss etwas geben woran die Menschen glauben, eine Welt in die sie gehen nachdem sie Sterben. Das gibt ihnen Mut um weiter zu machen.
Sie wollen sie Himmel nennen.

Es muss aber auch eine Welt geben in die alle einkehren die nicht an diesen Herrn glauben und seine Gebote missachten. Eine Welt in die niemand freiwillig zu gehen bereit wäre.
Sie wollen sie Hölle nennen.

Der Glaube an all diese Sachen, den Herrn der über alles gebietet, die Regeln die dieser Herr uns gibt und die Welt in die wir nach unserem Tod gehen werden das wichtigste dieser Sache sein, der alle nachgehen sollen.
Sie wollen es Religion nennen.

Doch von einem waren der Stammeshäuptling und der Schamane überzeugt.
Es würde lange dauern bis dieser eine Gott in den Köpfen der anderen Platz gefunden haben würde.
Es würde lange dauern bis jeder Mensch sich an seine Gebote hält. Es würdelange dauern bis sich jeder vor der Hölle fürchtete und nach dem Himmel sehnte.
Doch eines Tages, dessen waren sich beide sicher, würde die Zeit kommen in der sich alle unter dieser Religion zusammen taten und in Frieden miteinander leben würden.
Es würde eine Zeit kommen in der sie alle sicher waren.



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Titel:

Verfasst am: Sa 25 Jul, 2009 20:13
   

Lena
blutiger Anfänger

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Ich fange mal an Very Happy
Ehrlich gesagt, bin ich mir nicht sicher was du mit deiner Kurzgeschichte aussagen willst. Bis du ein Gottbefürworter oder das Gegenteil? Ich persönlich glaube nicht an Gott (zumindest nicht so wie es in der Bibel steht) und würde aus deiner Geschichte folgendes rauslesen: es waren zwei Männer, die sich eines abends eine schöne Geschichte ausgedacht haben und hoffen, dass später jeder diese für die Wahrheit hält..... Was wolltest DU erreichen?

aber zum Text. Meine Rechtsschreibung nicht zwar nicht die beste, aber ...lodernde (<= klein geschrieben) Flammen... ... unterschiedlichen ( <= auch klein geschrieben) Stämme... Kriege miteinander um ( <= da hast du ein m vergessen)

Doch jetzt begannen seine Leute..... wenn du eine Geschichte erzählen willst, die vor tausend Jahren geschah, darfst du keine Redewendungen unserer Zeit verwenden.

Ich glaube, dass es reicht nur einmal zu erwähnen, dass alles zerfällt.

austrugen, schreibt man auch zusammen.

Das Wort Mantel stört mich etwas in deiner Geschichte. Ein Schamane, der einen Mantel trägt? Zu einem passt es nicht in mein Bild von einem Schamanen und zum anderem bin ich nicht sicher ob vor tausend Jahren schon Mäntel gab...

Lange saßen sie dort und äußerten beide ihre Erkenntnisse Hmm, für mich sagt dieser Satz aus = jeder hat seine Meinung gesagt, ohne auf den anderen einzugehen. Aber das ist wichtig um eine Lösung zu finden. Meiner Meinung nach etwas unglücklich formuliert.

entwickelten diese gemeinsame ( <= auch klein geschrieben)

Jemand, der alles weiß ( klein geschrieben)
eine Welt die sie gehen nachdem sie sterben (klein geschrieben)
Und dann würde ich ein Paar Kommas mehr setzen, aber eher aus dem Bauch heraus.

Dein Schreibstil ist etwas holprig, obwohl es stellenweise erkennen kann, dass du bestimmt besser wirst, wenn du öfters zu Feder greifst ( oder besser gesagt in die Tastatur haust Very Happy ). Kritisieren ist nicht wirklich leicht, aber schreiben noch viel schwieriger. Nur wer übt und sich der Kritik der andern stellt, wird irgendwann besser.

Ich hoffe, du kannst damit was anfangen.


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Titel:

Verfasst am: Sa 25 Jul, 2009 20:45
   

TobiR
blutiger Anfänger

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Ach ich würde dich am liebsten Knutschen.
Nach langem suchen endlich jemand der mir eine zufrieden stellende Kritik vor den Latz knallt.
Meist bekomme ich nur ein kurzes gut, spitze oder grotten schlecht vorgesetzt und darf mir dann selbst ausdenken was sie denn nun für gut, spitze oder grotten schlecht halten.

Deine Hinweise werd ich mir jetzt mal vornehmen und meinen Text überarbeiten.

Ich glaube das Problem war das die Geschichte spät abends entstanden ist und ich danach nicht mehr viel daran gemacht habe.

LG, TobiR


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Titel:

Verfasst am: Sa 25 Jul, 2009 20:49
   

Lena
blutiger Anfänger

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Beiträge: 20
Wohnort: Saarland
lassen wir das mit dem knutschen Very Happy

Freut mich, wenn du was mit der Kritik anfangen kannst.


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Schlaf wird überbewertet


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Titel:

Verfasst am: Sa 25 Jul, 2009 21:04
   

TobiR
blutiger Anfänger

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Beiträge: 49
Ich bin immer froh über Kritik und versuche sie so gut es geht umzusetzen und meine Texte dahingehend zu überarbeiten, auch wenn es manchmal etwas dauert.

Wenn du interesse hegst und etwas Zeit findest kannst du gerne einmal auf meine Website gehen:wink:, dort gibt es noch mehr von mir zu lesen.
Dabei nicht nur Kruzgeschichten sondern auch Fortsetzungsromane, Aphorismen und Gedichte.

Nochmals danke für deine ausführliche Kritik.


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- Alexander Kaschte -


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Titel:

Verfasst am: So 26 Jul, 2009 13:12
   

koshka
General-Moderator

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Beiträge: 461
Mal vorneweg:
Man weiß ja nie, wer wie viel Kritik haben will, grade in Foren herrscht leider vielerorts eher die Stimmung, daß man sich gegenseitig beweihräuchert und auf konstruktive Kritik verzichtet, oder eben destruktiv einfach alles niedermacht.
Aber nachdem ich's hier in der Hand habe gilt natürlich die Sache mit der konstruktiven Kritik, und ich freu mich, daß du eine Geschichte hier reingestellt hast. Smile

Zum Formalen:
Einige Kommafehler sind noch drin, aufgefallen ist mir das zwischen den sich ewig hinziehenden, Kämpfen...
Aber ich hab nciht explizit auf Rechtschreibung geachtet, da solltest du die Geschichte noch mal gründlich überarbeiten, aber was Wortwiederholungen anggeht.


Erst zu den Anmerkungen:
Smile also vor 1000 Jahren gab es schon Mäntel, auch vor 2500 Jahren schon, lustigerweise stammen die bekanntesten komplett erhaltenen Stücke aus Sibirien und der Mongolei. Wink
Aber es gibt vor ca. 25.000 Jahren Funde die auch auf Mantelähnliche Kleidung hinweisen. Übrigens auch Russland Wink Sungir in der Nähe von Moskau.
Soviel dazu.

Und zum Inhalt:
Mir ist die Ausgangssituation nicht ganz klar, und vor allem, wann du es ansiedelst.
Man kann ja davon ausgehen, daß vor dem Monotheismus der Polytheismus, bzw. so gut wie überall Naturreligionen waren, und daß der MEnsch, sobald er sich seiner selbst bewußt wurde auch Erklärungen für unverständliche Vorgänge der Natur suchte und in irgendwelchen immateriellen Wesen fand, und daß einfach Riten und Rituale das Leben regulierten.
Daß später dann das Christentum ne gute Erfindung war um den Leuten einen Verhaltenskodex zu liefern, diese Erkenntnis ist nicht neu.

Aber gehst du nun von einer fiktiven Gesellschaft aus, die vorher an gar nichts geglaubt hat, oder siedelst du die Geschichte genau dazwischen an? Vielleicht müsstest du dann an manchen Stellen noch deutlicher werden.
Ich kann dir jetzt auch nicht genau sagen, was ich als Leser da erwarten würde, eine genauere Verortung oder sowas... Ich weiß es nicht, aber ist ja auch deine Geschichte. Wink

Aber setz dich mal mit Ritualtheorien auseinander, da findet man sogar einfach bei google ganz brauchbares.

Und:
Ich will dich damit jetzt nicht niedermachen oder die Messlatte zu hoch legen, ich denke es ist von der Grundidee eine sehr gute Geschichte, die es auf jeden Fall wert ist erzählt zu werden, und die von sich aus schon einen hohen Anspruch (und fast etwas Gleichnishaftes) hat. Aber dem muß sie dann halt auch gerecht werden.
Smile



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Titel:

Verfasst am: So 26 Jul, 2009 20:50
   

TobiR
blutiger Anfänger

Anmeldedatum: 23.07.2009
Beiträge: 49
Bitte keine Bewihräucherung das hab ich zur genüge in einem Literaturforum hinter mir. Was sich aber mitlerweile ändert.

Danke auch dir koshka für deine ausführliche Kritik.
Ich sitze bereits daran diese und danach einige andere Kurzgeschichten zu überarbeiten.
Ich werde mir deine und auch Lena's Hinweise zu Kritikpunkte zu herzen nehmen und bei meiner Überarbeitung beachten.
Diese Kurzgeschichte hier werde ich nach der Überarbeitung einfach mit einem dahingehenden Hinweis ersetzen.

LG, TobiR


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Titel:

Verfasst am: So 26 Jul, 2009 21:03
   

koshka
General-Moderator

Anmeldedatum: 05.01.2009
Beiträge: 461
Smile
Du mußt nicht tun was wir sagen, du kannst gern auch anderer Meinung sein.
Wink



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Titel:

Verfasst am: So 26 Jul, 2009 21:07
   

TobiR
blutiger Anfänger

Anmeldedatum: 23.07.2009
Beiträge: 49
Desswegen werd ich sie ja nur Beachten und nicht gänzlich übernehmen Wink
Werd einfach mal sehen wie sichs verarbeiten lässt und bei einigem was ihr beiden angebracht habt kann die Geschichte nur besser werden.


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Titel:

Verfasst am: So 26 Jul, 2009 21:13
   

koshka
General-Moderator

Anmeldedatum: 05.01.2009
Beiträge: 461
Bin schon gespannt auf die neue Version. Smile



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